Website für Praxen in Berlin
Bei Praxen ist die Website kein Schaufenster, sondern die Anmeldung. Und sie hat Regeln, die andere Branchen nicht haben.
Das Wichtigste ist die Terminvergabe
Patienten suchen nicht nach der schönsten Praxis, sie suchen nach einem Termin. Die ersten drei Dinge, die auf die Seite gehören: ob Sie neue Patienten annehmen, wie man einen Termin bekommt, und wann das Telefon besetzt ist.
Eine Online-Terminbuchung nimmt der Anmeldung Arbeit ab, aber nur, wenn sie an den echten Kalender angebunden ist. Ein Formular, das eine Mail erzeugt, die jemand abtippen muss, macht mehr Arbeit als das Telefon.
Was das Gesetz verbietet
Für Heilberufe gilt das Heilmittelwerbegesetz, und das ist strenger, als die meisten erwarten.
- Keine Vorher-Nachher-Bilder bei operativen plastisch-chirurgischen Eingriffen. § 11 Absatz 1 Nummer 5 HWG.
- Keine Erfolgsversprechen. Formulierungen wie „schmerzfrei" oder eine Erfolgsquote in Prozent sind heikel.
- Patientenberichte nur eingeschränkt. Dankesbriefe und Empfehlungen sind in der Heilmittelwerbung eng reguliert.
Dazu kommt der Datenschutz: Gesundheitsdaten sind nach Artikel 9 DSGVO besonders geschützt. In ein Kontaktformular gehören Name, Erreichbarkeit und Wunschtermin. Nicht die Beschwerden.
Was Vertrauen schafft, ohne gegen Regeln zu verstoßen
- Wer behandelt, mit Bild und Werdegang. Menschen suchen einen Menschen.
- Qualifikationen und Schwerpunkte im Klartext, nicht als Aufzählung von Kürzeln.
- Wie der erste Termin abläuft. Das nimmt Angst, und Angst ist der Grund, warum Termine nicht gemacht werden.
- Barrierefreier Zugang, Aufzug, Parkplätze. Für einen Teil Ihrer Patienten ist das die entscheidende Information.
Wenn Sie eine bestehende Praxis-Website haben: Prüfen Sie, ob irgendwo eine Bewertungszahl steht, die niemand mehr pflegt. Zwei verschiedene Angaben auf derselben Seite fallen Patienten auf, und sie fallen auch Mitbewerbern auf.